Julia K.
October 7, 2025 at 10:53:31 AM
Lieber Jochem,
ich bin unendlich dankbar, dass du mein Klassenlehrer warst. Du hattest immer ein offenes Ohr – für mich und für die ganze Klasse. Mit deiner ruhigen, warmen Art hast du es geschafft, dass sich jeder von uns gesehen und ernst genommen gefühlt hat – ganz ohne viele Worte.
Damals dachte ich, es sei selbstverständlich, dass ein Lehrer seine Schüler unterstützt, stärkt und begleitet. Erst später, im Laufe meiner weiteren Schulzeit, wurde mir bewusst, dass das keineswegs selbstverständlich ist. Doch für dich war es das – selbstverständlich, ehrlich und aus tiefstem Herzen.
Ich erinnere mich noch gut an den ersten Elternabend, an dem meine Mutter von deiner pädagogischen Haltung schwärmte. Mit einer einfachen, aber so bedeutungsvollen Frage – „Wie fühlst du dich?“ – hast du sie sofort erreicht. Sie fühlte sich als Mutter verstanden, weil du gezeigt hast, dass dir die Kinder, ihre Gefühle und ihre Bedürfnisse wirklich wichtig sind.
Ich danke dir von Herzen, dass du in mir – und in so vielen anderen Kindern – Potenzial gesehen hast, selbst wenn wir es manchmal selbst nicht erkannt haben. Du hast es gefördert, geduldig, respektvoll und mit einer Ruhe, die stets Stärke ausgestrahlt hat.
Du warst die Ruhe in Person – und gerade dadurch hast du so vieles bewegt.
Ruhe in Frieden, lieber Jochem.
Deine Spuren bleiben – in uns, in all den Menschen, die du berührt hast.